Ein Proxy-Server ist ein Vermittler zwischen Ihnen und dem Internet. Statt direkt mit einer Webseite zu sprechen, schicken Sie Ihre Anfrage über den Proxy, und die Seite sieht dessen IP-Adresse statt Ihrer eigenen.
Das englische Wort „Proxy“ bedeutet Stellvertreter. Ein Proxy-Server nimmt Ihre Anfrage entgegen, leitet sie an das Ziel weiter und gibt die Antwort an Sie zurück. Die Zielseite sieht nur die IP-Adresse des Proxys.
Dafür tragen Sie in Ihrem Browser, Scraper oder Programm Host, Port und in der Regel Benutzername und Passwort des Proxys ein.
Ein HTTP-Proxy versteht Webanfragen und reicht für Browser und die meisten Scraper. SOCKS5 leitet beliebige Verbindungen weiter und funktioniert deshalb auch mit E-Mail-Clients, Messengern oder SSH. Bei Flexyproxies sind beide Protokolle auf jedem Proxy verfügbar.
| Typ | IP-Herkunft | Abrechnung |
|---|---|---|
| Residential | Privater Internetanschluss | Pro GB ab $1.80/GB |
| Mobile | Mobilfunknetz (3G/4G/5G) | Pro GB ab $2.90/GB |
| ISP | Provider-Adressraum, statisch | $4.00 pro IP und 30 Tage |
Rechenzentrums-Proxies bieten wir nicht an. Warum Residential und ISP für viele Aufgaben besser passen, erklärt der englische Guide Residential vs. Datacenter.
Nein. Ein VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr Ihres Geräts und leitet ihn über einen Server um. Ein Proxy wirkt nur für die Anwendung, in der Sie ihn einstellen, und verschlüsselt nicht automatisch. Dafür können Sie mit Proxies sehr gezielt IP-Adressen pro Aufgabe wählen.
Bei HTTPS-Seiten baut der Proxy dazu in der Regel einen Tunnel auf (die Methode heißt CONNECT). Der Inhalt bleibt dabei zwischen Ihnen und der Zielseite verschlüsselt, der Proxy sieht nur, mit welchem Host Sie sprechen.
Meist ist mit „Proxy“ ein Forward-Proxy gemeint: Er steht auf der Seite des Nutzers und leitet dessen Anfragen ins Internet. Davon zu unterscheiden ist der Reverse-Proxy, der auf der Seite eines Webservers steht, Anfragen von außen entgegennimmt und sie an interne Server verteilt (zum Beispiel Load Balancer oder CDN). In diesem Ratgeber und bei Flexyproxies geht es ausschließlich um Forward-Proxies.
Bei einem rotierenden Proxy wechselt die IP-Adresse regelmäßig oder pro Anfrage. Das verteilt viele Anfragen auf viele Adressen und eignet sich für Datenerfassung. Bei einer Sticky-Session behalten Sie eine IP für eine bestimmte Zeit, was für Logins und mehrstufige Abläufe nötig ist. Eine statische IP, wie bei ISP-Proxies, bleibt über die gesamte Laufzeit gleich.
Die Art der IP-Adresse bestimmt, wie eine Zielseite den Proxy einschätzt:
Den Vergleich von Residential und Rechenzentrum erklärt der englische Guide Residential vs. Datacenter, die Protokollwahl der Guide SOCKS5 vs. HTTP.
Öffentliche, kostenlose Proxies sind verlockend, bergen aber reale Risiken. Der Betreiber sieht, was durch den Proxy läuft, wenn die Verbindung nicht verschlüsselt ist, Zugangsdaten und Cookies können mitgelesen werden, und die Verfügbarkeit ist unberechenbar. Für alles, was Logins oder geschäftliche Daten berührt, sollten Sie einen Anbieter mit klarer Abrechnung und Authentifizierung wählen.
| Vorteile | Nachteile und Grenzen |
|---|---|
| Die Zielseite sieht die Proxy-IP statt Ihrer eigenen | Ein Proxy ist nicht automatisch verschlüsselt oder anonym |
| Gezielte Wahl von Land, Region oder Stadt | Zusätzlicher Zwischenschritt kann die Antwortzeit erhöhen |
| Anfragen lassen sich auf viele IPs verteilen | Gute Proxies kosten Geld, kostenlose sind riskant |
| Pro Anwendung einstellbar, ohne das ganze System umzustellen | Falsch konfigurierte Proxies führen zu Fehlern wie 407 oder Timeouts |
Nach der Einrichtung sollten Sie prüfen, welche Daten die Zielseite tatsächlich sieht:
Proxy-Server zu nutzen ist in Deutschland legal. Entscheidend ist, was Sie damit tun: Verstöße gegen Nutzungsbedingungen, Urheberrecht oder Datenschutzrecht werden durch einen Proxy nicht zulässig. Rufen Sie nur Daten ab, die Sie abrufen dürfen, und verarbeiten Sie personenbezogene Daten nur mit Rechtsgrundlage nach DSGVO. Dieser Ratgeber ist keine Rechtsberatung.
| Ihr Ziel | Empfohlener Typ |
|---|---|
| Viele Seiten abrufen, Preise vergleichen | Residential, rotierend |
| Login und mehrstufige Abläufe | Residential Sticky oder ISP |
| Mehrere Accounts betreuen | ISP-Proxies, eine IP pro Account |
| Strenge Ziele oder mobile Tests | Mobile |
| IP-Whitelist bei einem Dienst | ISP-Proxies |
Alle Preise im Überblick finden Sie unter Proxy kaufen. Wie Sie einen Proxy einrichten, steht im Ratgeber Proxy einstellen.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| IP-Adresse | Die Kennung eines Geräts oder Anschlusses im Internet, an die Zielseiten ihre Antworten schicken |
| Exit-IP | Die IP-Adresse, die die Zielseite sieht, also die des Proxys |
| Gateway | Der Einstiegspunkt (Host und Port), über den Sie sich mit dem Proxy-Dienst verbinden |
| Whitelist | Freigabe Ihrer eigenen IP-Adresse beim Proxy-Anbieter, sodass keine Zugangsdaten nötig sind |
| ASN | Autonomous System Number, die Kennung des Netzbetreibers hinter einer IP |
| Geo-Targeting | Auswahl von Land, Region oder Stadt der Exit-IP |
| Sticky-Session | Sitzung, in der die IP für eine bestimmte Zeit gleich bleibt |
Abrechnung nach Verbrauch. Kein Abo für Residential und Mobile, ISP-Proxies pro IP.
Echte Haushalts-IPs, rotierend oder Sticky, Abrechnung pro GB. Targeting nach Land, Stadt und ASN.
Mehr erfahren3G-, 4G- und 5G-Mobilfunk-IPs für anspruchsvolle Ziele, Social Media und App-Workflows.
Mehr erfahrenStatische IPs aus ISP-Adressraum für lange Sitzungen, Accounts und Whitelists.
Mehr erfahrenEin Rechner, der Ihre Anfragen stellvertretend an Webseiten weiterleitet, sodass die Seite die Proxy-IP statt Ihrer eigenen sieht.
Er verbirgt Ihre IP-Adresse gegenüber der Zielseite, macht Sie aber nicht automatisch unsichtbar. Cookies, Logins und Browser-Merkmale können Sie trotzdem identifizieren.
Mit dem kostenlosen Proxy-Checker prüfen Sie jeden Proxy. Einstiegspakete beginnen mit 1 GB Residential zu $3.50/GB.
Ein VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr des Geräts, ein Proxy wirkt nur für die Anwendung, in der er eingestellt ist. Proxies erlauben dafür eine sehr gezielte Wahl der IP pro Aufgabe.
Meist Residential mit rotierender IP und HTTP. Das ist der einfachste Einstieg, und mit 1 GB zu $3.50/GB testen Sie ohne großes Risiko.
Ein Proxy ist ein zusätzlicher Zwischenschritt und kann die Antwortzeit etwas erhöhen. Wie stark, hängt von der Entfernung und dem Netz ab. Messen Sie bei Ihrem Ziel mit einem kleinen Paket.
Die Nutzung ist legal. Entscheidend ist der Zweck: Nutzungsbedingungen, Urheberrecht und Datenschutz gelten auch mit Proxy. Dies ist keine Rechtsberatung.
Wählen Sie ein Residential- oder Mobile-Paket nach Verbrauch oder statische ISP-IPs für lange Sitzungen. Testen Sie eine Exit-IP vorab mit dem kostenlosen Proxy-Checker.